Pressespiegel:
2012 / 8.+ 9. Dezember / LVZ:
"Glück aus Porzellan ", S. 20
2012 / Oktober / Kreuzer Leipzig:
"Hai im Glück", S. 15
2012 / August / WOHNREVUE:
"MASSENPRODUKTION-NEIN DANKE! ", S. 34
2008 / Oktober/ ESSEN & TRINKEN, S. 74
2007 / Juli / LIVING AT HOME:
"3 Farben Weiss", S.26 und 28
2006 / September/ LVZ:
Spezial "Design made in Leipzig", S.26
2006 / November/ MYSELF:
"99 Geschenke unter 99 Euro", S. 222 und 224
2005 / Schnuppe von Gwinner / CRAFT2EU:
"Weggefährten aus Porzellan"
(www.craft2eu.net)
2004 / Oktober / KREUZER:
Spezial "Design in Leipzig", S.119
Wenn Sie Interesse an meinen Arbeiten haben
und Text- und Bildmaterial für Veröffentlichungen benötigen, bitte wenden Sie sich telefonisch oder per e-mail an mich und ich sende Ihnen das Passende zu.
Glücklich naschen
Karin Sehnert entwirft Schalen für Mußestunden
Ihre
Dozentin mahnte beständig: „Porzellan muss weiß sein.“ Karin Sehnert
hat das wenig gekümmert. Ich dachte immer: 'So ein Quatsch, es gibt so
viele Farben'.“ Die 30-jährige weiß sie wohldosiert einzusetzen. Das
belegt ihre Diplomarbeit an der Burg Giebichenstein, wo sie Glas- und
Keramikdesign studiert hat. Limettengrün, orange und karminrot sind die
Schalen für Honig, Nüsse, Schokostreusel von innen. Die Naschereien
versprechen Glück, Muße und Energie, weshalb die Behälter
Gefühlsspender heißen. Dazu gesellen sich die eckigen „Tischgenossen“.
Sie hüten Löffel oder Servietten und sind wie gemacht für heutige
Singles. Im Deckel ist ein kleines Radio eingebaut oder ein
Aufnahmegerät – für plötzliche Einfälle oder Nachrichten an den
Mitbewohner. Karin Sehnert hat ein Gespür für die Zeit und für leisen
Humor. Wer hat je zwei Teekannen gesehen, die sich Elvis und Erika
nennen? – Er mit schwungvollem Henkel, sie mit stolzem Krönchen am
Deckel. Und beide gut gerundet.
„Wenn ich Sachen entwerfe, gehe
ich von mir selber aus und überlege, was es noch nicht gibt und was ich
gerne hätte“, sagt die Keramikdesignerin. Für eine Japanreise brauchte
sie kleine Geschenke und entwarf Anhänger aus Porzellan, quadratisch,
x-förmig, kleeblattartig. Darauf stehen gute Worte. „Glück“ und
„Gelassenheit“ waren auf der Grassimesse schnell ausverkauft. Mit dem
Gedanken an Selbständigkeit hat Karin Sehnert schon gespielt, aber sie
hat auch „irgendwie Grusel davor“. Selbst entwerfen, selbst herstellen,
selbst Partner finden – ein 24-Stunden-Job sei das. Man brauche zwei,
drei Jahre, „bis es läuft“, weiß sie von Kollegen.
Seit Februar
arbeitet die Leipzigerin bei Leonardo im westfälischen Bad Driburg. Für
die Glasfirma arrangiert sie eigene Neuentwürfe mit Dekomaterial und
Produkten aus dem Sortiment – je nach Thema und Jahreszeit. Der Job
lässt ihr kaum Zeit für freies Schaffen. Trotzdem wird sich Karin
Sehnert bald einen Ofen für ihren Keller in Bad Driburg kaufen, um neue
Abgüsse von Glücksbringern zu brennen. „Sonst ist man irgendwann ganz
weg vom Fenster.“
Rafael Barth
Kreuzer, Oktober 2004
